AKK
Arbeitskreis Kultur und Kommunikation
Paulckeplatz 1 - 76131 Karlsruhe - Universität Karlsruhe

Generator-Festival

Generator. In der Region Karlsruhe wird dieses Wort schon längst mit dem Festival für progressive Klänge durch virtuose Bassbedienung gleichgesetzt. Die jährlich stattfindende Großveranstaltung bietet in unserer Halle nur das Beste vom Besten. Dafür stehen AKK und PsyKA mit ihrem Namen.

Ihre Künste präsentieren werden am 4.11. die folgenden vier Bands:

Sahg

2004 im Creative Melting Pot Bergen geformt und nach einem musikalischen Feldzug von Wacken bis nach Indien, machen die norwegischen "Riff Lords" nun auch in Karlsruhe Halt. Ihre einzigartige Vision und ihr virtuoses Geschick überzeugte nicht nur Magazine wie Rock Hard oder Metal Hammer, sondern auch unser Booking Team. Umso mehr gilt dies seit der Veröffentlichung ihres vierten Albums, das musikalisch mit einem tiefen Doomeinschlag und einem intellektuellen Unterbau, der seine Anleihen von Stanly Kubricks 'Space Odyssey', Fritz Langs 'Metropolis' und Karl Ove Knausgårds 'My Struggle' bezieht.

Jess and the Ancient Ones

Im Angebot dieses Projekts steht psychedelischer Rock. Mit den Ursprüngen in Kuopio in Finnland, wo sich die Band 2010 gründete, hatte man das Glück, die talentierte Frontsängerin Jess für die eigenen Ideen zu begeistern. Durch ihren offenen Horizont ohne gedankliche Sperren, aber auch durch einen starken NWOBHM-Einfluss als Startpunkt, hat diese Band in der Zwischenzeit den Weg zu sich selbst gefunden und präsentiert ihr Talent als Teil des, für seine prägenden Untergrundkultreleases bekannten, Labels Svart Records auf der ganzen Welt.

Drive By Wire

Psychischer Heavy-Wüsten-Fuzzfels ist es, was dieses Quartett aus den Niederlanden auf die Bühne bringt und so seinen Teil für die musikalische Vielfältigkeit, mit Vollständigkeitsanspruch, an diesem Abend beiträgt. Besonders im Mittelpunkt steht dabei Frontsängerin Simone Holsbeek, die es vermag, einen Grove, groß wie der Grand Canyon, auf die Bühne zu bringen.

HOMMAGE

„Unbekümmertheit“ trifft die Herangehensweise von HOMMAGE an ihr musikalisches Tagwerk am besten. Allüren sucht man bei den drei Cis-Jungen aus Stuttgart vergebens. Gleiches trifft auf Hintergedanken an Hipness oder kommerzieller Verwertbarkeit zu. Mit einem großen Maß an Intuition verweben sie alles, was in ihren Ohren Wohlklang erzeugt. Der dabei transportierte Charme ist schlicht und ergreifend – Achtung: Modewort! – authentisch: eben schlicht und dennoch ergreifend. Der fette Rock des Trios kommt beinahe ohne Schnörkel daher. Schnell ist dabei zu hören und spüren, dass die drei seit über zehn Jahren in wechselnden Bands und Besetzungen zusammenspielen: Organisch gewachsenes musikalisches Verständnis und enorme Klangdichte, zwischen die kein Blatt Notenpapier passt. Die Songs von HOMMAGE zeichnen sich durch Homogenität bis zur Hypnose aus. Sie entwickeln einen Sog, stampfen sich direkt in Bauch und Rückenmark, bis der Kopf nickt und der Fuß wippt. Die Stücke sind keine „Hommage“ an bestimmte Vorbilder, sondern vielmehr an eine Musikrichtung, die für das Trio das überzeugendste, dichteste und natürlichste Klanggewebe bietet: staubtrockenen Desert Rock. Herzerfrischend rocken HOMMAGE los, mal frech und dreckig, mal psychedelisch kaputt, und manchmal auch elegant nah am Pop.

Abschließend bleibt anzumerken: Auch in diesem Winter führt für den Connaisseur psychedelischen Stonerrocks an Generator kein Weg vorbei.