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Arbeitskreis Kultur und Kommunikation
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Der lange Arm der Mullahs

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In den vergangenen Jahren rückte die Islamische Republik Iran immer wieder in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit: Wie schon 2022/23 gehen auch aktuell Hunderttausende, vielleicht Millionen von Menschen im Iran auf die Straße und fordern trotz der massiven, tödlichen Repression das Ende des Mullah-Regimes.
Die schiitische Theokratie unterdrückt nicht nur brutal alle Freiheitsbestrebungen im Inneren, sondern hat besonders nach dem weitgehenden Wegfall der Sanktionen im Zuge des Abschlusses des sog. Atom-Deals von 2015 ein massives Expansionsprogramm in der Region gestartet. Nicht nur unzählige Iraner*innen haben deswegen ihre Heimat verlassen müssen, auch die Flucht vieler Syrer*innen, Iraker*innen und Kurd*innen ist die Folge ihrer Politik.

Doch der lange Arm der Mullahs reicht auch bis nach Deutschland. Dass Menschen selbst im Ausland nicht vor dem Regime sicher sind, ist keine Seltenheit. Iran unterhält ein internationales Netzwerk von Gruppen und Organisationen, die versuchen in den jeweiligen Gesellschaften Einfluss zu nehmen und gleichzeitig Geflüchtete und Oppositionelle unter Druck zu setzen und zu bedrohen. Bijan Hassan Pour-Razavi wird einen Überblick über (pro)iranische Netzwerke in Deutschland geben und erklären, warum sie eine Gefahr sowohl für Geflüchtete aus dem Iran, als auch für eine offene und demokratische Gesellschaft in Deutschland sind.